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Kopf, Andreas

Untersuchungen zur Abundanz der Reblaus (Dactylosphaera vitifolii Shimer) und zur Nodositätenbildung in Abhängigkeit von Umweltfaktoren

Investigation to abundance of Phylloxera (Dactylosphaera vitifolii Shimer) and to the formation of nodosities in relation to environmental conditions

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:bsz:100-opus-76
URL: http://opus.uni-hohenheim.de/volltexte/2000/7/


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SWD-Schlagwörter: Reblaus , Weinrebe , Stickstoff , Bodentyp , Pfalz
Freie Schlagwörter (Deutsch): In vitro , Abundanz
Freie Schlagwörter (Englisch): Phylloxera , Vitis , Nitrogen , Soil , In vitro
Institut: Institut für Sonderkulturen und Produktionsphysiologie
Fakultät: Fakultät Agrarwissenschaften
DDC-Sachgruppe: Landwirtschaft, Veterinärmedizin
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Blaich, Rolf Prof. Dr.
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 26.07.2000
Erstellungsjahr: 2000
Publikationsdatum: 24.11.2000
 
Lizenz: Hohenheimer Lizenzvertrag Veröffentlichungsvertrag mit der Universitätsbibliothek Hohenheim ohne Print-on-Demand
 
Kurzfassung auf Deutsch: Ziel dieser Arbeit war es, die Abundanz der Reblaus (Dactylosphaera vitifolii Shimer), das Vorkommen von Reblausbiotypen, die Reaktion von Reben auf Reblausbefall und den Einfluß von abiotischen Umweltbedingungen auf das Insekt-Pflanze-Verhältnis zu untersuchen.
Nodositäten und Blattgallen wurden zur Beurteilung der Interaktionen herangezogen. Die Abundanz der Reblaus und die Frage nach deren holozyklischer Vermehrung im Weinbaugebiet Pfalz wurden im Rahmen eines Monitorings untersucht.
In einem speziellen Freilandversuch wurde das Auftreten verschiedener Reblausstadien und Schadsymptome erfaßt. Mit dem dualen aseptischen in vitro System wurden Rebläuse unterschiedlicher Herkünfte auf ihre Aggressivität gegenüber verschiedenen Rebsorten geprüft.
In Gefäßversuchen wurde der Einfluß der Bodenart sowie der Effekt der Stickstoffdüngung auf die Nodositätenbildung überprüft.
Die Untersuchungsergebnisse der Arbeit zeigen, daß die Reblaus nahezu flächendeckend im Anbaugebiet Pfalz vorkommt und die weiträumige Verbreitung der Reblaus durch einen unsachgemäßen Anbau von Pfropfreben gefördert wird.
Gefahr geht vor allem von nicht entfernten Unterlagenaustrieben aus, wie sie in Drieschen (verwilderten Rebflächen) und nicht weinbaulich genutzten Flächen vorkommen.
Dadurch wird bei geeigneten klimatischen Bedingungen die holozyklische Entwicklung der Reblaus möglich. Fitneß, Populationsdynamik sowie Nodositätenbildung von Rebläusen stehen in starker Abhängigkeit von ihrer Adaptation an eine Wirtspflanze.
Mit zunehmendem Tonanteil im Substrat konnte eine erhöhte Nodositätenanzahl im Gefäßversuch ermittelt werden. Hohe Reblausdichten in Wechselwirkung mit Stickstoffmangel verstärken Wachstums-depressionen bei Pfropfreben.
Es konnte gezeigt werden, daß gezielte Stickstoffgaben die Populationsentwicklung der Reblaus und die Nodositätenbildung um bis zu 98 reduzieren.
 
Kurzfassung auf Englisch: The aim of the examinations was to investigate the abundance of Phylloxera (Dactylosphaera vitifolii Shimer), the occurrence of different biotypes of Phylloxera,
the reaction of rootstocks to the infestation by Phylloxera and the influence of abiotic environmental conditions on the interaction between insect and plant.
To investigate this interaction galls on rootlets (nodosities) and leaf galls were examined. The abundance of Phylloxera and the issue of the holocyclical reproduction in the wine region palatinate were evaluated in a field monitoring.
In a special field trial the occurrence of different stages of Phylloxera and their damages on the rootstock were registered. With a dual aseptical in vitro system Phylloxera of different origins were examined on their aggressiveness to different varieties of rootstocks.
In pot trials the influence of the type of soil and the effect of N-fertilization on the development of nodosities were investigated.
The results of the examination show that Phylloxera can be found in nearly every part of the palatinate and that the improper cultivation of grafted rootstocks promotes the spreading of Phylloxera.
Through shoots of rootstocks ? as they can be found in vineyards run wild - a holocyclical development of Phylloxera is made possible under appropriate climatical circumstances.
Fitness, population dynamics of Phylloxera and the number of nodosities caused by the insects are correlating with their adaptation to a host rootstock. Pot studies have demonstrated that Phylloxera populations develop better in clay soil than sandy soil.
High densities of Phylloxera in combination with a lack of N-supply increase a growth depression on grafted roots. It could also be proved that N-fertilization reduces the Phylloxera populations and the development of nodosities up to 98 %.

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